Pokémon-Karten in der Schweiz kaufen – lokal oder aus Deutschland?
Schweizer Läden, Online-Shops oder Amazon.de: Wo es sich lohnt, wo nicht, und was beim Import wirklich dazukommt.
5. August 2026 · Sammelkartenwelt
Wer in der Schweiz sammelt, kennt das Problem: Die Auswahl vor Ort ist überschaubar, und was es gibt, kostet oft spürbar mehr als im Nachbarland. Lohnt sich der Umweg über Deutschland – und was kommt dabei tatsächlich dazu?
Die drei Wege
Lokaler Fachhandel. Der Vorteil ist real: Du siehst die Ware, kannst tauschen, und viele Läden veranstalten Turniere. Für den Einstieg und für alles, wo Beratung hilft, ist das nach wie vor die beste Adresse. Die Preise liegen dafür meist am oberen Ende, und seltenere Produkte sind schnell ausverkauft.
Schweizer Online-Shops. Lieferung in ein bis drei Tagen, kein Zollthema, und bei Reklamationen ist Schweizer Recht anwendbar. Das Sortiment ist allerdings deutlich kleiner als bei den grossen deutschen Anbietern, und ältere Sets sind oft gar nicht mehr zu bekommen.
Amazon.de. Die grösste Auswahl mit Abstand, und die Preise sind meist niedriger. Der Haken, den viele fürchten: der Zoll.
Was der Import wirklich kostet
Hier hält sich hartnäckig ein Missverständnis. Bei Artikeln, die Amazon selbst verkauft und versendet, sind die Schweizer Einfuhrabgaben bereits im Kassenpreis enthalten – Amazon zieht sie als sogenanntes Einfuhrabgaben-Depot direkt ein. Der Betrag, den du bei der Bestellung siehst, ist der Betrag, den du zahlst. Es kommt keine Rechnung vom Zoll nach.
Die Mehrwertsteuer beträgt 8,1 Prozent auf Sammelkarten und Spielwaren, 2,6 Prozent auf Bücher. Sie ist in dieser Rechnung bereits drin.
Anders sieht es bei Marketplace-Händlern aus. Manche versenden gar nicht in die Schweiz, andere ziehen die Abgaben nicht vorab ein – dann kann eine Nachforderung oder eine Verzollungsgebühr des Transporteurs anfallen, und die ist oft unangenehm hoch im Verhältnis zum Warenwert.
Die Regel ist also einfach: Auf «Verkauf und Versand durch Amazon» achten. Die Details haben wir auf einer eigenen Seite zusammengestellt: Aus Deutschland in die Schweiz bestellen.
Wann lohnt sich was?
Für einzelne kleine Käufe – ein Tin, ein paar Booster – ist der lokale Laden oft die vernünftigere Wahl. Der Preisunterschied ist gering, und die Lieferzeit sparst du dir.
Für grössere Anschaffungen wie ein ganzes Display macht der Preisunterschied den Umweg meist deutlich wett. Auch dann, wenn die Lieferung ein paar Tage länger dauert.
Für ältere oder ausverkaufte Sets führt praktisch kein Weg an den grossen Anbietern vorbei – nur dort ist die Auswahl gross genug. Aber Vorsicht: Bei Sets ausserhalb des regulären Vertriebs zahlst du Sammlerpreise, nicht Ladenpreise. Ein Preisvergleich lohnt sich dann besonders.
Und die Lieferzeit?
Rechne mit drei bis sechs Werktagen. Die Verzollung kostet ein bis zwei Tage mehr als eine Lieferung innerhalb Deutschlands. Für ein Geschenk zu einem festen Termin solltest du entsprechend Puffer einplanen.
Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Die Produktlinks in diesem Artikel sind Partnerlinks – für dich ändert sich am Preis nichts.